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GESCHICHTEN UND INFORMELLES

     

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Sind Frauen von der Rolle?    
 

Gestern abend hatte ich eine Diskussion mit meiner Frau, die dazu führte, die Baumärkte meines Vertrauens mal von einer ganz anderen Seite zu betrachten: einer weiblichen. Zugegebenermaßen gelang mir das nur sehr unzureichend und die Frage liegt nahe, warum ich das tat. Um mir ihr Problem in puncto Baumärkte verständlich zu machen, zeigte meine Frau mir einige Werbebroschüren unserer örtlichen Baumärkte. Ich begriff nicht nur ihr Ansinnen, sondern besuchte daraufhin im Internet viele Seiten der in Deutschland vertretenen Baumarktketten. Ein Eindruck drängte sich mir dabei auf: Die Frau ist in allen Prospekten zwar durchaus vertreten, aber sie ist fast immer jung und steht entweder einfach nur dekorativ neben den neu im Sortiment vertretenden Außenleuchten für den Garten oder sitzt im Swimmingpool. Wenn sie dann manchmal tatsächlich nicht mehr ganz so jung ist, steht sie nie alleine auf den Abbildungen, sondern fast immer zusammen mit Kindern. Da drängen sich unweigerlich Assoziationen über die Rolle von Frauen auf. Und genau das stört meine Frau. Wenn Vertreter des weiblichen Geschlechts handwerklich in Aktion zu sehen sind, führen sie häufig Tätigkeiten aus wie zum Beispiel ein Fliegengitter anzubringen. Um Dinge zu bewerkstelligen, die vermeintlich Muskelkraft oder handwerkliches Geschick erfordern, werden immer noch fast ausschließlich Männer abgebildet: Sie streichen die Außenfassade eines Einfamilienhauses, sie heben die Erde für einen Gartenteich aus, sie benutzen das Werkzeug, das Frauen höchstens in den Händen halten und Sie bauen den Swimmingpool in dem die Frauen höchstens in fertigem Zustand liegen. Aber es geht auch anders. Bauhaus bietet beispielsweise im Rahmen einer "Women's week" kostenlose Handwerker-Seminare nur für Frauen an. Meine Frau regt sich darüber allerdings genauso auf. Denn warum wird so etwas nur für Frauen angeboten? Können alle Männer schon alles? Müssen Frauen das auf eine andere Art und Weise vermittelt bekommen oder warum sind die Seminare nur für Frauen fragt meine Frau. Da lässt sie nicht mit sich reden. Das ärgert sie einfach nur, obwohl es sicher nicht einmal böse gemeint ist. Aber das ist für sie auch männliche Argumentation. Etwas anders als die anderen Anbieter geht allerdings Hornbach mit diesem Thema um. Unter dem Titel "Women at work" findet sich eine Broschüre, die Frauen sogar dazu auffordert die "Mauern klassischer Rollenklischees" einzureißen. Die Fotographien und die Texte stammen auch von Frauen. Typisch feminin besetzte Themen werden hier dadurch karikiert, dass sie in einem typisch männlichen Ambiente und in maskulinen Positionen dargestellt werden. Als vermeintlich verständnisvoller Mann fragte ich mich dann aber, warum wieder alle Frauen jung, durchtrainiert und mit sehr weiblichen Reizen ausgestattet sind. Gehört das noch zum gerade beschriebenen Widerspruch zwischen Thema und Ambiente? Und ist es wirklich klischeesprengend wenn alte Klischees wie zum Beispiel das von dem "Jungen mit der li-la-langen Flöte" bedient werden. Vielleicht verstehe ich als Mann manche Dinge einfach nur nicht. Hoffentlich kann meine Frau mir das erklären.

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Umweltfreundliche Produkte sind weiter voll im Trend!
 
Die Nachfrage nach Produkten zur Senkung des Energieverbrauchs ist stetig ansteigend. Das schlägt sich folgerichtig auch in der Angebotspalette der Anbieter nieder. Zahlreiche Baumärkte bieten in immer mehr Sparten Artikel an, die energiesparend eingesetzt werden können. So gibt es neben Brauseköpfen fürs Duschbad mit Wassersparkopf inzwischen auch Wasser sparende Duscharmaturen regelmäßig im Sortiment. Durchflussbegrenzer, die eingestellte Temperatur haltende Duschstopper sowie den Wasserausstoß reduzierende Gewinde sind zusätzliche Angebote, um weniger Wasser im Badezimmer zu verbrauchen. Vergleichbare Produkte werden auch für die Küche immer häufiger nachgefragt. Selbst eine Anlage zur Einsparung von Trinkwasser durch Regenwassernutzung findet sich im aktuell beworbenen Angebot einer großen Baumarktkette. Auch bei Sanierungen bzw. Neubauten wird mehr denn je auf Energieverbrauch geachtet – egal ob bei der Heizungsanlage oder der Fassadendämmung. Am besten unter Verwendung natürlicher Baustoffe. Lieber ein 3-Liter-Haus als ein Strom- und Heizkosten fressendes Gebäude. Dementsprechend ist auch ökologisch verträgliche bzw. nachhaltige Energiegewinnung ein expandierender Sektor. Wärmegewinnung mit Hilfe von Solarzellentechnik wird von immer mehr Menschen und Einrichtungen in Deutschland genutzt. Ebenso verhält es sich bei der Stromgewinnung mittels Photovoltaik. Durch die voranschreitende technische Entwicklung nimmt die Effizienz dieser Anlagen beständig zu; Investitionen in solche Anlagen erscheinen lohnender. Sowohl in Baumärkten als auch bei Baustoffhändlern ist die Nachfrage inzwischen so groß, dass Wartezeiten von einem Jahr und mehr nicht ungewöhnlich sind.

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Tagebuch eines Heimwerkers  
 
Neulich wollte ich mal Haus und Garten etwas umgestalten, wusste aber nicht so genau wie. Also habe ich einfach ein paar Baumarktprospekte durchgeblättert. Da ich ein sehr gutgläubiger Mensch bin, war ich schon nach kurzer Zeit Feuer und Flamme für das, was mir nun alles offenstand. Allerdings fiel mir bei der riesigen Auswahl die konkrete Entscheidung schwer: Ja klar, auch ich wollte wie bei Obi renovieren wie die Profis und mit Hela pflanzen wie der Gärtner. Eben wie bei Nowebau alles Gute für zu Hause schaffen. Aber wo sollte ich denn überhaupt anfangen. Ideen muss man haben, empfiehlt mir Hellweg. Ich hatte bloß keine. Natürlich, laut Hornbach ist es ja so: es gibt immer was zu tun. Das half mir aber auch nicht weiter. Das tat dann meine Frau, die mir riet; mach Dein Ding. Anscheinend hatte sie meine Hagebau-Broschüre aufmerksam studiert. Trotzdem wusste ich immer noch nicht, was mein Ding ist. Hilfe kam dann von ganz anderer Seite. Mein Nachbar stand am Gartenzaun und beobachtete meine zunehmende Verzweiflung. Tauchen sie ein in die Welt der Gartenteiche, sagte er. Na danke, sagte das der Baywa-Prospekt nicht auch? Wollte ich aber nicht. Na gut, wie wäre es mit einem Swimmingpool, schlug er vor. Na klar, das wars! Ziemlich cool am pool liegen wie der Bauspezi und mit einem eiskalten Getränk in der Sonne braten. Aber halt, was war das? Hier spricht der Preis meldete sich meine Brieftasche über den Umweg meiner Gehirnwindungen in bester Praktiker-Manier. Es musste billig, aber gut sein. Hier schneiden Sie günstig ab offerierte Globus. Auch Max Bahr hält sich für kompetent und preiswert. Mit unseren Preisen gehen sie garantiert nicht baden drohte Plaza. Aber ich will doch baden. Naja, Auswahl war also da. Als ich in mein Auto stieg sagte mein Nachbar, der übrigens Leitermann heißt, noch zu mir: "Ich bin doch auch glücklich, wenn Sie es sind." Wie schön. So einfach kann es gehen.

 

   
 
       
[BAUMAERKTE-IN-DEUTSCHLAND.DE 2007]
 
 

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